15-10-2003

Nanokarotte - Seltsame Gewächse aus Silizium und Gallium hat man am Oak Ridge National Lab in Tennessee herangezogen. Die etwa 0,1 mm langen Gebilde haben einen kugeligen Kopf aus amorphem Gallium und eine Halskrause aus Siliziumkristallen. Aus den Kristallflächen sprießt ein karottenförmiges Bündel von Nanodrähten aus Quarz. Stimmen die Bedingungen, so wachsen diese Nanokarotten von selbst. Dazu hat man in einem Ofen mit Argonatmosphäre pulvriges Siliziumoxid (SiO) und Galliumnitrid (GaN) bei über 1000 °C verdampft. Auf einer kühlen Unterlage schieden sich dann Galliumtröpfchen ab, die die Umwandlung von SiO in Silizium und Siliziumdioxid (SiO2) katalysierten. Während das Silizium auskristallisierte, wanderte das Siliziumdioxid zu den Kristalloberflächen und ließ dort die Nanodrähte in Büscheln sprießen. (Quelle: Sheng Dai/ORNL)

Rainer Scharf

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